Durch das Havelland nach Potsdam

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Letzte Aktualisierung: 01.01.2016

ADFC-Radtour vom 4. – 8. August 2008
Tourenleitung u. Bericht: Margret Peters  —-    Länge: 300km


Storchendorf Rühstädt

storchenstation

Storchenstation

Am Montag erfolgte die Anreise mit dem Zug von Kirchweyhe über Bremen und Schwerin nach Wittenberge. Eine nette Zugbegleiterin sorgte dafür, dass der nötige Umstieg in Schwerin doch noch klappte. Am frühen Nachmittag starteten wir mit den Rädern hinaus aus Wittenberge an den Elbauen entlang nach Rühstädt. In diesem Storchendorf nisten alljährlich ca. 30 Storchenpaare – in diesem Jahr wurden dort 68 Jungstörche gezählt.

Bei kräftigem Rückenwind fuhren wir auf dem Elberadweg neben dem Flusslauf der Elbe und der Havel nach Havelberg. Wir besichtigten den imposanten Dom, den wir über etliche Stufen zur Dominsel erreichten.  Eine ausführliche Beschreibung dazu und zu weiteren Haltepunkten während unserer 5-tägigen Fahrt hatten uns zwei Tourenteilnehmer überreicht.

Zu Gast bei Otto Lilienthal

Lilienthal Museum

Otto-v.-Lilienthal Museum

Bei flotter Fahrt und nach einem Regenguss erreichten wir unser Quartier in Stölln. Das Hotel „Zum 1. Flieger“  ist nach Otto Lilienthal benannt, der hier zahlreiche Flugversuche unternahm und 1896 tragisch verunglückte.  Ein Gedenkstein in der Nähe des Ortes erinnert an ihn.

 

Der 2. Tag

Nach der Besichtigung eines 1989 auf dem Gollenberg gelandeten Flugzeugs und einem kleinen Einkaufsstopp ging es am 2. Tag auf ruhigen Nebenstrassen über Görne nach Haage und nach kurzer Pause weiter über Wagenitz nach Ribbeck. Hier wurde uns in der renovierten Kirche ein Eintopf aus Linsensuppe mit Birnen serviert und wir hörten einen Vortrag zur Geschichte des Ortes und des Gutes der Familie von Ribbeck. Durch ein großes Obstanbaugebiet führte unsere Fahrt bei bestem Radelwetter über Tremmen nach Ketzin. Die Havel und der Havelkanal verbinden in diesem Bereich viele Seen miteinander.

Nach einer gemütlichen Kaffeepause beim Italiener direkt an der Havel ging es zu unserer Herberge für die nächsten Tage nach Marquardt. Am Abend unternahmen wir eine kleine Wanderung durch das Dorf und den Schlosspark zum anliegenden Schlänitzsee.

Am Mittwoch wurden wir um 9.00 Uhr am Hotel von unserem ADFC-Führer aus Potsdam, Ulf Hildebrandt, abgeholt. Er leitete uns per Fahrrad den ganzen Tag durch Potsdam mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten. Über Golm kamen wir zum Max-Planck-Institut und über eine 2 km lange Lindenallee fuhren wir zum Park Sanssouci, sahen das Neue Palais und das Schloß. Weiter ging es zum Holländischen Viertel, in den Park Babelsberg über die Glienicker Brücke zum Schloß Cecilienhof. In der nahe gelegenen Meierei wurde bei Bratwurst und Fassbrause eine verdiente Pause eingelegt.

Belvedere und Brandenburger Tor

Dann ging es auf den Pfingstberg, wo wir vom Belvedere eine schöne Aussicht über die Stadt und das Umland genießen konnten. Danach fuhren wir durch die russische Siedlung Alexandrowka, die 1812 für russische Soldaten vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. errichtet wurde.    Weiter ging es quer durch die Stadt über die Havel zur Sternwarte am Astronomischen Institut. Hier lohnte besonders der Einsteinturm den Aufstieg. Nach einer Pause auf der Freundschaftsinsel ging die Rückfahrt durchs Brandenburger Tor, am Nauener Tor vorbei durch das ehemalige BuGa Gelände zurück nach Marquardt. Wir dankten dem ADFC-Führer sehr für seine interessanten  Erklärungen und luden ihn zum gemeinsamen Abendessen ein.

Nach dem „Kulturtag“ brauchten wir am nächsten Tag wieder Natureindrücke. Über Paretz ging es nach Ketzin und mit einer kleinen Fähre über die Havel nach Werder. Auf dem neu angelegten Deichweg ging es trotz der Wärme gut voran. Kurz vor Werder besichtigten wir das private Zweirad-museum. Hier interessierten sich besonders die Herren für alte Fahrräder und Motorräder.

Auf der Werderinsel hielten wir bei einer kleinen urigen Wirtschaft und genossen schattenspendende Bäume und ein Fußbad im See. Über die Eisenbahnbrücke kamen wir in den Wildpark West mit seinen herrschaftlichen Villen. Über Golm und Grube erreichten wir schließlich wieder unser Hotel. Einige Teilnehmer nutzten die Zeit noch für ein erfrischendes Bad. Beim abendlichen Grillen durch unseren Wirt herrschte eine ausgelassene  Stimmung. Am Freitag hieß es alle Sachen packen und Abschied nehmen von Marquardt.

Wir fuhren nochmals nach Potsdam durch den Park Neuer Garten mit dem in Renovierung befindlichen Marmorpalais. Über die Glienicker Brücke durch den Volkspark Glienicke mit Blick auf die Pfaueninsel fuhren wir nach Wannsee. Nach einer Regenpause ging es immer durch den Grunewald nach Schwanenwerder und auf der Havel Chaussee nach Spandau. Hier konnten wir noch entspannt beim Eisessen eine Hochzeitsgesellschaft bewundern bevor wir zum Bahnhof Spandau fuhren und mit dem  Zug über Hannover zurück nach Bremen kamen. Den abendlichen Heimweg genossen wir wieder auf dem Rad.

gefahrene Gesamtkilometer ca. 300

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