Elbe: Magdeburg–>Dresden

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Letzte Aktualisierung: 30.01.2016

Werner u. Helga Torst

Gegen den Strom aber mit dem Wind

Unsere diesjährige Wochentour führte uns auf dem Elberadweg von Magdeburg nach Dresden. Mit dem durchgängigen Zug von Bremen nach Magdeburg erreichten wir den Ausgangspunkt am Samstag um 13.oo Uhr. An diesem Nachmittag erkundeten wir die Stadt, schauten uns den Dom und den Marktplatz mit Rathaus an. Durch den Elbauenpark führte uns der Weg zum Jahrtausendturm, der zur Bundesgartenschau im Jahr 2001 erbaut wurde. Hier ist die Geschichte der Menschheit in vielen interessanten Beispielen dargestellt und auch Erfindungen sind durch Experimente selbst zu erfahren. Am Abend fand in dem Park ein Konzert statt mit abschließendem Feuerwerk, das wir sogar vom nahen Hotel noch bestaunen konnten.
Wir hatten die richtige Richtung für die Befahrung des Elberadweges gewählt, wie sich am 2.Tag auf dem Weg von Magdeburg nach Dessau zeigte. Bei vorwiegend nordwestlichen Winden war die Tour in südöstliche Richtung weitaus angenehmer zu bewältigen als umgekehrt. Immer an der Elbe entlang kann man auf diesem Stück viel Natur bewundern. Wir kamen durch kleine Dörfer mit z.T. noch kopfsteingepflasterten Straßen, kleinen Kirchen und renovierungsbedürftigen Schlössern. Mit einer Gierfähre überquerten wir den Fluss zum Fährhaus Aken zu einer verdienten Kaffeepause. Eine solche Fähre, die für den Vortrieb ausschließlich die Strömungsenergie des Flusses nutzt, haben wir in den folgenden Tagen des Öfteren für die Überquerung der Elbe benutzt. Die Stadt Dessau erreichten wir nach 83 Kilometern und übernachteten in einer Pension in zentraler Lage.
Nach einer Rundfahrt durch Dessau mit vielen Beispielen der Bauhaus-Architektur führte uns der Weg am nächsten Tag auf dem Fürst-Franz-Weg durch Wald und Niederungen bis zum Landschaftspark nach Wörlitz. Ein längerer Aufenthalt bot ausreichend Gelegenheit, den Park kennenzulernen. Diese Anlage wurde 1800 nach Plänen von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt Dessau fertiggestellt. Er ist der älteste Landschaftsgarten mit Schloß und vielen Pavillons nach englischem Vorbild auf dem europäischen Festland. Auf der Weiterfahrt von Coswig nach Wittenberg führte der Radweg direkt an einer Bundesstraße mit hohem Verkehrsaufkommen entlang. In der Lutherstadt Wittenberg angekommen, steuerten wir direkt auf die weithin sichtbare Schlosskirche zu. Leider blieb uns der Blick in das Innere dieses imposanten Bauwerkes verwehrt, da wir nach 17:00 Uhr eintrafen. Hier teilte sich die Gruppe. Die „Hunderwasser-Fans“ besuchten das nach Plänen des berühmten Malers Friedensreich Hundertwasser umgestaltete Luthergymnasium. Der andere Teil der Gruppe steuerte schon die Pension an und konnte dabei auf dem Marktplatz die Bronzefiguren der berühmten Reformatoren Martin Luther und Philip Melanchton bestaunen.

Am 3. Fahrtag begegneten uns sehr viele Radler, die in Gegenrichtung mit dem Wind zu kämpfen hatten. Wir bewegten uns in flottem Tempo, gelegentlichen Regenschauern trotzend durch die Felder, über die Schwarze Elster südlich nach Pretzsch und Dommitzsch bis nach Torgau. Nach 75 km erreichten wir Torgau und der Weg führte uns direkt in den Innenhof des Schlosses Hartenfels, des ältesten Renaissanceschlosses Deutschlands (s. Foto). Bevor wir unsere zentral gelegene Pension bezogen, gönnten wir uns auf dem schönen Marktplatz der Stadt noch eine ausgiebige Kaffeepause.

Reise-Telegramm

Reisezeitraum:     4.-11. Juni 2005

Anreise:
DB von Bremen nach Magdeburg
zurück: DB von Rethen über Leipzig nach Bremen

Bericht + Fotos:    Werner Torst

Schloss Hartenfels in Torgau

Schloss Torgau

Nachdem wir am nächsten Tag unsere Versorgungseinkäufe getätigt hatten, warfen wir noch einen Blick auf die „Gedenkstätte der Amerikanisch-Russischen Begegnung am 25. April 1945“.

Danach verließen wir Torgau und der Weg führte uns nach Belgern – hier entsteht gerade ein Roland-Park. Wie in Bremen, ziert eine Rolandfigur in Überlebensgröße das Rathaus am Marktplatz dieses Städtchens. Außerdem fanden wir dort eine Postmeilensäule aus dem Jahre 1730 auf dem die Entfernungsangaben – in Stunden – für Postkutschen, eingemeißelt waren. Zu unserem Zielort Strehla gab es zwei Streckenvarianten. Wir wählten diejenige welche mit zwei Elbüberquerungen verbunden war und weitgehend abseits des Autoverkehrs verlief. In dem netten Ort Mühlberg konnten wir an einem idyllisch gelegenen See eine Mittagspause einlegen.

Nach kurzer Etappe erreichten wir unseren Zielort Strehla. Unser Hotel war schnell gefunden. Es hat uns besonders gut gefallen, nur der Ort bot wenig Sehenswertes.

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