“Grünpfeil” in Stuhr entschärft

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Letzte Aktualisierung: 30.01.2016

Am Grünpfeil Stuhrer Landstraße / Ecke Blockener Straße kam es immer wieder zu gefährlichen Situationen, denn dort verlief ein Zweirichtungs-Radweg. Zweirichtungs-Radwege sind immer ganz besonders gefährlich und sollten deshalb innerorts nicht zugelassen werden. Bei einem “Grünpfeil” ist ein solcher Zweirichtungsradweg überhaupt nicht zulässig. Der ADFC Kreis Diepholz hatte deshalb darauf gedrungen, dass die Radfahrer rechtzeitig vor der Kreuzung auf die rechte Straßenseite herübergeführt werden. Der Zweirichtungsradweg wurde aufgehoben.

Zweifelhaftes DDR-Relikt

Nach dem Untergang des Sozialismus wurde der Grünpfeil aus dem DDR-Straßenverkehrsrecht übernommen. In der Hoffnung, Verkehrsplobleme zu beheben. Die großen Hoffnungen konnten sich in der Praxis aber nicht erfüllen, denn es gab offensichtlich gravierende Unterschiede im Straßenverkehr “Ost” und “West”, so dass der “Grünpfleil” nicht mehr so richtig funktionierte:

  • Im Osten gab es keine Radwege, also gab es auch nicht das Problem mit der Gefährdung der Radfahrer wie im Westen.
  • Die Kfz-Dichte im Osten war derart gering, dass es kein Problem war, trotz Rotlicht in Lücken hineinzufahren. Im Westen gibt es schon ein paar mehr Kfz, und dann steht man länger an der Kreuzung, und dann steht eben der vorfahrtberechtigte Radfahrer neben der Tür.
  • Dort, wo es nur wenig Verkehr gibt, kann man (im Westen) verkehrsabhängig gesteuerte Lichtsignalanlagen einsetzen. Man braucht keine Grünpfeile.
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