Katastrophen-Planung Bremer Eck

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Letzte Aktualisierung: 07.02.2016

Beim Rückbau der B 214 in Diepholz wurde am Bremer Eck ein Kreisverkehrsplatz eingerichtet. Dummerweise enden die Radverkehrsanlagen (“Gehweg, Radfahrer frei“) plötzlich im Nirwana. Die Radfahrer müssen sich entweder auf abbenteuerliche Art und Weise in die Fahrbahn hineinschummeln oder aber rechtswidrig auf dem Gehweg weiterfahren.

Die Stadt Diepholz  hat diese katastrophale Planung sehenden Auges bauen lassen und ist mithin an dem unseligen Ergebnis ebenso Schuld wie das Üanungsbüro. Der ADFC Kreisverband Diepholz hatte rechtzeitig auf die unsinnige Verkehrsführung hingewiesen, aber weder das Planungsbüro noch die beteiligten Behörden mochten den Blödsinn erkennen.

Zu allem Überfluss hatte die Straßenverkehrsbehörde zu allererst auch noch Radwegbenutzungspflichten auf diesen nur zum Schieben eines Fahrrades geeigneten Flächen angeordnet. Allerdings haben wir recht schnell für Beseitigung derselben gesorgt. Jetzt hängt “Gehweg / Radfahrer frei” auf den zuführenden Straßen, und die Wege enden in “Multifunktionsflächen” (aua).

Zeitung-Kreisel-Bremer-Eck“Multifunktionsfläche”

Für wie doof wird der Verkehrsteilnehmer/Bürger gehalten, so dass ihm obendrein eine “Multifunktionsfläche” verkauft wird, siehe Pressemitteilung aus der Ratssitzung.  Im Sommer haben die Gastwirte ihre Tische und Stühle für die  Außengastronomie auf dieser Fläche stehen. Und da sollen Radfahrer fahren? — Maria hilf!

Ihr freundliches Ingenieurbüro…..

Der Urheber dieser verkorksten Verkehrsplanung ist dieses Ingenieurbüro:
IPW INGENIEURPLANUNG GmbH & CO. KG
Marie-Curie-Straße 4a, 49134 Wallenhorst, www.ingenieurplanung.de

(vollständige Zeichnung ist hier einsehbar: Stadt Diepholz, Ratsinformationssystem )
Man beachte, dass auf fast allen zuführenden Straßen entweder separate Radwege (ohne Benutzungspflicht) oder “Gehweg / Radfahrer frei” vorhanden ist. — Im Kreisverkehr gibt es dann keine Verkehrsführung für Radfahrer mehr.

Aber egal. Nicht nur das Büro ist Schuld, denn schließlich haben sich die Verwaltung UND der Rat diesen Mist verkaufen lassen. Und die Bundesrepublik hat auch noch Fördergelder dazugegeben; das ist der größte Skandal.

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