Rolf Rainer Schließer, Johann Kracke, ADFC Weyhe, 2006
Vom 21.04. bis 14.05.2006 haben sich vier Radler in das
Land der Vandalen begeben, denn so nannten die Mauren den Süden Spaniens:
al-Andaluz.
Da der Flieger nach Malaga am Samstagmorgen um 6.00 Uhr startete, mussten
wir den letzten Metronom nach Hamburg um 22.28 Uhr nehmen und die Nacht
im Terminal 1 des Flughafens in Fuhlsbüttel verbringen. Aber dann ging
in Hamburg alles problemlos vonstatten und um kurz nach 9.00 Uhr kamen unsere
Fahrräder auf dem ganz normalen Transportband(!) des Flughafens Malaga
wieder zum Vorschein: glücklicherweise unbeschädigt.
Wir zogen uns in der Toilette um und fuhren auf der Stadtautobahn Richtung Innenstadt und weiter nach Almuñecar. Am nächsten Morgen verliessen wir die touristisch überlaufene Mittelmeerküste und fuhren eine kleine, aber gut ausgebaute Nebenstraße in die Berge mit Ziel Granada. Auf ca. 830m über dem Meer ereilte uns aber das Schicksal in Form eines Bruchs der Achse von Johanns rechtem Pedal. Den Schaden konnten wir vor Ort nicht beheben, so dass wir beschlossen, in das 500m tiefer gelegene Otivar zurückzukehren. Wir fanden dort eine Übernachtungsmöglichkeit, sowie für den nächsten Morgen eine Busverbindung nach Granada, die Johann und Georg samt Rädern antraten. In Granada fanden sie durch einen Tipp des Busfahrers einen Fahrradladen, in dem Johann ein fast identisches Pedal kaufen konnte. Es musste allerdings mechanisch etwas bearbeitet werden, da Johann eine selbst konstruierte Pedalhakenkonstruktion benutzt. Doch auch dies gelang.
Rainer und ich fuhren währenddessen die phantastische Strecke, deren höchster Punkt auf gut 1.200 m liegt, mit dem Fahrrad. Allerdings waren die letzten 20 km (!) vor Granada noch Baustelle mit Schotter und ständig vorbeirauschenden LKWs:
In Granada war natürlich erst einmal Kultur angesagt. Allerdings ist die Alhambra derart überlaufen, dass wir nur noch Karten für den Generalife, nicht jedoch für den Nasridenpalast bekamen:
Vor dem nächsten kulturellen Höhepunkt lagen zwei schwere Tagesetappen mit jeweils knapp 100km und mehreren bis zu 600 Höhenmetern reichenden Anstiegen. Erst fuhren wir durch Olivenplantagen, dann durch Getreidefelder.
In Cordoba stand natürlich die Mezqita auf dem Programm, die augrund der vielen darin zu findenden Baustile besonders sehenswert ist: