Die Straßen waren meist
nur im Stadtbereich wirklich gut zu befahren, sonst musste immer mit Schlag-löchern,
riesigen Spurrillen und fehlendem Asphalt gerechnet werden.
Es herrschte meist nur schwacher Verkehr.
Allerdings
konnte einem schon mal die Luft wegbleiben, wenn man an einer Steigung von
einem stinkenden, dicke Rußwolken ausstoßenden Kamas-Laster
überholt wurde.
Vorsichtig agieren musste man in den Ortschaften, wenn
plötzlich Heerscharen von Kindern um und hinter den Radlern herliefen.
Die Bergpässe waren schlicht
mit "Material-schändung" zu bewerten, so dass man sich jederzeit
auf seine Bremsen verlassen können mußte.
Trotz aller Vorsicht blieb unsere Gruppe von zwei Stürzen nicht verschont. Glücklicherweise gab es aber nur Hautabschürfungen. Die Fahrräder wurden durch selbst mitgebrachtes Werkzeug (hier ist vor allem der Nippelspanner lobend hervorzuheben) und durch allerlei Tricks wieder fahrbar gemacht.
Durchaus lohnend kann aber auch
der Blick in den Werkzeugkasten des Begleitbusses sein, wenn man z. B. einen
32er Schlüssel zum Nachziehen des Steuersatzes braucht. Unser Busfahrer
Nuri war auf jeden Fall von unseren handwerklichen Improvisationsfähigkeiten
tief beeindruckt.