Radreise durch Tschechien und die Slowakei

[Fortsetzung]

 

Von der Elbe bis zur Donau

Ruhige Nebenstrecken führen über die historisch interessante, durch die Elbe getrennte, Stadt St. Boleslav–Brandys nach Nymburg, wo einer der reizvollsten Wege entlang der Elbe verläuft. Hier kann man auf einer breiten Asphaltpiste unbesorgt dem ausgewiesenen Elberadweg [2] bis nach Kolin folgen, der in vielen anderen Abschnitten jedoch leider nur für Mountainbiker ohne Reisegepäck geeignet ist. Das hübsche Thermalbad Podebrady lohnt einen Zwischenstopp, direkt an der Elbebrücke kann man sehr gut und preiswert speisen, aber nicht nur hier wie man schnell feststellt.

Ein gotisches Kleinod ist die Stadt Kutna Hora (Kuttenberg), die einen Abstecher wert ist. Besonders beindruckend ist das schon aus der Ferne sichtbare Zeltdach des fünfschiffigen Doms St. Barbara. Wer Prag einen Besuch abstatten möchte, dem bietet sich hier eine Basisstation, Busse verkehren im Stundentakt zur Goldenen Stadt an der Moldau.

Wieder an der Elbe in Richtung Pardubice durchfährt man ein herrliches Landschaftsgebiet, wo sich auch die weltbekannten Pferdegestüte von Kladbruby befinden.

Ausgedehnte Pferdeweiden und gepflegte Stallungen ziehen den Blick auf sich. Als nächstes Highlight präsentiert sich die Renaissancestadt Pardubice mit ihren schönen Bürgerhäusern rund um den zentralen Platz. Das älteste und schönste Haus ist mit einem Relief verziert, welches Jonas im Maul des Walfisches zeigt. Hier ist nun auch der Punkt, wo sich die Elbe nach Norden hin verabschiedet und man peu a peu die Niederungen dieses Stromes verlässt. Auf dem Weg über Vysoke Myto nach Lytomysl sind schon so einige Berg- und Talfahrten drin, obwohl man sich das idyllische Flusstal der Loucna zu Nutze machen kann.

 

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Die Ostböhmische Kleinstadt Lytomysl, deren zentraler Platz von lauter Arkaden gesäumt ist,

ist durch ihr jährliches Opernfestival bekannt, welches sie dem hier geborenen Komponisten Bedrich Smetana zu verdanken hat. Sehens-wert ist auch das zum Unesco-Kulturerbe zählende Schloss, dessen Fassaden mit den landestypischen Sgraffitis kunstvoll verziert sind.

Im ständigen auf und ab verläuft der Weg über Bystre und Lysice Richtung Brno durch abwechselungsreiche Landschaften, verschlafene Dörfer und kleine, urige Täler. Das Angebot an Unterkünften in dieser Region ist allerdings rar, so waren wir froh in Lisyce ein Zimmer zu bekommen. In dem Zehnzimmerhotel war allerdings nur ein Zimmer bedingt nutzbar, wohlweißlich hat dann auch der angesäuselte Besitzer vor der Besichtigung mit uns durch reichlich selbstgebrannten Sliwowiz die „Butze“ schöngetrunken. Schließlich haben aber Alkohol und der Preis von 13 Euro für das Doppel unsere vier Augen zugedrückt.

 

 

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ADFC Kreis Diepholz