Radreise durch Tschechien und die Slowakei

[Fortsetzung]

 

Von der Elbe bis zur Donau

Das ist aber noch nicht alles in dieser Ecke, denn auf dem Weg zum Grenzübergang bei Lanzhot ist Lednice geradezu ein Muss. Das Schloss Eisgrub mit seinem riesigen Park und dem einladenden Barockgarten gehört zu den meistbesuchten Touristenzielen Tschechiens.

Palmenhaus, Burgruine, Schloss und ein 63 Meter hohes Minarett sind Teile der zum Unesco-Kulturerbe zählenden Sehenswürdigkeiten.

Mit diesen tollen Eindrücken verließen wir Tschechien und radelten problemlos über die Grenze in das Nachbarland Slowakei. Mit dem Grenzwechsel hatte uns aber auch ein herber Wetterwechsel erwischt, anhaltend schlechtes Wetter mit strömenden Regen veranlasste uns zu einer Kursänderung. Statt ursprünglich geplant bei Jablonica die Kleinen Kaparten zu überqueren und über Trnava nach Bratislava zu fahren, entschieden wir uns für das von Flüssen durchzogene Naturschutzgebiet entlang der Grenze zu Östereich. Weithin unberührte Natur pur. Zum Jubeln veranlasst dann noch mal die Strecke von Nova Ves entlang der Morava, die kurz vor Bratislava in die Donau fließt. Damit hatten wir nicht nur das Ziel unserer 16. tägigen Radreise vor Augen, sondern auch wieder einen Lichtblick am Himmel. Bratislava, wenngleich auch nicht so pompös wie die großen Donauschwestern Wien und Budapest, ist ein echter Geheimtipp. Kunst, Kultur, Architektur, tolle Kneipen und Cafes sowie historische Highlights, alles dieses kann sich mit den anderen Donaumetropolen durchaus messen. Wir haben die Hauptstadt der Slowaken jedenfalls genossen.

 

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Ein Blick zurück auf eine lebendige Stadt in der Mitte Europas.

Bei Bratislava hat man bekanntermaßen auch den Einstieg in den beliebten Donauradweg, dem wir dann noch bis Passau gefolgt sind. Wien ist natürlich auch für Kenner immer wieder ein Erlebnis. Beeindruckend ist auch die Weinregion der Wachau, die Scharen von Radtouristen anzieht, aber auch ein beliebtes Ausflugsziel für die Österreicher selbst darstellt. Das wirkt dann schon sehr massentouristisch, wenn man aus Ländern kommt, in denen Reisende mit dem Fahrrad eher eine Seltenheit sind und die Quartiersuche kann dann durchaus auch schon mal schwierig werden, wie wir feststellen konnten.

Juni 2005 Rolf Kasper

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ADFC Kreis Diepholz