Warwer Straße: fragwürdiger Radweg-Neubau in Stuhr

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Letzte Aktualisierung: 25.06.2016

Ein 800-Meter-Radweg-Fragment in einer niederrangigen Kreisstraße zu bauen ist nach unserer Meinung witzlos. Aber in der Warwer Straße in Stuhr soll es getan werden.Die Warwer Straße in Stuhr ist vermutlich eine Außenorts-Straße der Entwurfsklasse 4, wo lt. der einschlägigen Richtlinien im Regelfalle gar keine Radwege erforderlich sind. In den vergangenen 10 oder 20 Jahren ist auch gar kein Unfall mit Radfahrer-Beteiligung passiert. Die Kfz-Belastung dürfte bei 1000 Kfz/24 Stunden liegen. Schülerverkehr kommt gar nicht vor. Radfahrer-Ausflugsverkehr ist im Sommer sehr wohl unterwegs, aber natürlich nur am Wochenende, und dann sind kaum Autos unterwegs.

Wozu braucht man also einen Radweg? Nach unserer Meinung gar nicht. Aber siehe hier:

Tagesordnungspunkt, Ausschussitzung 23.4.2015

Dabei handelt es sich um ein Fragment von 800 bis 1000 Metern. Wozu ist das gut? Lediglich zum Erreichen des Friedhofes oder zum Erreichen des Waldgebietes. Aber liebe Planer: siehe oben, Freizeitaktivitäten finden in verkehrsschwachen Zeiten statt. Auf der Warwer Straße begegnen Euch am Wochenende ca. 2 Autos pro Minute. Dafür braucht Ihr keinen Radweg!

Kurzum: rausgeschmissenes Geld!

Betr. angestrebte Förderung: normalerweise dürfte so ein Projekt NICHT nach dem Entflechtungsgesetz gefördert werden. Wenn die Bewilligungsbehörde es doch tut, dann glauben wir langsam nicht mehr an den Rechtsstaat.

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