Werratal-Radtour

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In diesem Jahr unternahmen wir unsere ADFC-Gruppenfahrt mit 9 Teilnehmern an die Werra. Nach umständlicher Bahnanreise starten wir in Eisfeld mit dem Fahrrad auf dem gut ausgeschilderten Werratal-Radweg. Immer wieder sind Hügel zu überwinden, die für uns Flachlandradler schon recht anstrengend sind. In Hildburghausen gönnen wir uns an dem weitläufigen Marktplatz eine Eispause.

Eisessen am Werra-Radweg

Eispause

Bei der Rundschau können verschiedene Häuser im barocken Stil und das Rathaus bewundert werden. Auch das Museumsgelände von Kloster Vaßra lohnt einen Besuch. Wir halten unsere Mittagspause oberhalb des Ortes und entkommen so dem aufziehenden Gewitter. Auf landschaftlich sehr schönen Wegen kommen wir durch Themar und Vachdorf – Orte mit mittelalterlichem Flair. In Ober­maßfeld finden wir eine gastfreundliche Wirtin, die uns frischen Kuchen und Kaffee serviert. Nach 60 km erreichen wir Meiningen, bekannt als Theaterstadt. Wir freuen uns auf eine original Thüringer Bratwurst.

Bad Salzungen

Bad Salzungen

Am nächsten Tag besuchen wir die Goetz-Höhle bei Meiningen, die größte Kluft- und Spalthöhle Europas. Hier wird uns klar, dass die Erde zu unseren Füßen immer weiter in Bewegung ist. 1915 wurde die Höhle vom Meininger Kaufmann Reinhold Goetz entdeckt und freigelegt. Nach der frischen Temperatur im Berg geht es bei schwülem Wetter weiter auf dem Fahrrad durch Walldorf nach Wasungen. Hier werden wir durch ein Gewitter zu einer längeren Pause gezwungen. Im leichten Regen geht es nach Wernshausen. Auf der parallel zum Radweg verlaufenden Bahnlinie finden Gleisbauarbeiten statt. In Bad Salzungen bewundern wir das Gradierwerk und finden natürlich wieder ein Café. In Merkers kann man in einen ehemaligen Kalischacht einfahren und ein Bergbaumuseum in 700m Tiefe besichtigen. Wir bewältigen den nächsten Hügel und erreichen unser Tagesziel Philippsthal. Ein abendlicher Spaziergang durch den Schloßpark rundet diesen Tag ab.

Die Wartburg bei Eisenach

Die Wartburg bei Eisenach

Der „Monte Kali“ bei Heringen verdankt seine Entstehung dem Kalibergbau, der die Region im Werratal seit über 100 Jahren prägt. Der Berg wächst täglich um etwa 20.000 Tonnen an und kann auch bestiegen werden. Wir kommen durch Dankmarshausen und Gerstungen mit vielen Fachwerkhäusern. Bei bestem Wetter und auf
verkehrsarmen Wegen fahren wir nach Lauchröden und an der Ruine Brandenburg vorbei nach Hörschel. Hier biegen wir ab und kommen an der Bahnlinie entlang nach Eisenach. Wir finden eine sehr gute Unterkunft in der Katharinenschule, die seit 2012 in Privatbesitz ist und nach umfassender Sanierung heute als Pension und Veranstaltungslokal geführt wird. Ein kleiner Stadtrundgang zeigt uns den Karlsplatz, das Bachhaus und das Lutherhaus. Am nächsten Tag starten wir zunächst mit dem Bus zum Besuch der Wartburg. Hier sollte man sich Zeit für eine Führung lassen. Wieder auf dem Fahrrad geht es zurück nach Hörschel und dann wieder am Fluß entlang nach Creuzfeld und Mihla. Durch Treffurt kommen wir nach Altenburschla, wo wir mit kundiger Führung eines etwa 6jährigen Radlers ein Café finden.

im Kräutergarten

Kräutergarten / Sophien-Garten

Weiter geht es nach Wanfried, hier fallen uns wieder zahlreiche Fachwerkhäuser auf. Nach ca. 60km erreichen wir unser letztes Übernachtungsziel Eschwege. Abends entdecken wir mitten in der Altstadt den Sophien-Garten mit vielen Heilkräutern und Blumen. Am letzten Tag unserer Tour sehen wir an den umliegenden Hängen des Hainich mehrere Burgen. Wir kommen durch Bad Soden-Allendorf und fahren flott nach Witzenhausen. Vom hoch über dem Ort gelegenen Bahnhof treten wir unsere Rückfahrt mit den Zügen an.

 

 

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