Gut gemacht: Radweg-Baustelle L 202 bei Schwaförden

1

Nachdem wir uns 2019 über den schlechten Zustand des Radweges entlang der L 202 beschwert hatten und die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben wurde, saniert das Land Niedersachsen nun doch 3,5 km Radweg zwischen Schwaförden und Affinghausen. Dass es so schnell geht, damit mit hätten wir nicht gerechnet.

Keine Flickschusterei, sondern grundlegene Sanierung

Wie die Fotos zeigen, wird nicht nur einfach etwas Bitumen über die schadhafte Decke drübergebügelt, sondern die komplette alte Decke wird heruntergenommen und die Tragschicht aus Schotter hoffentlich auch dort repariert, wo es erforderlich ist (flach wurzelnde Baumwurzeln!). Anschließend kommt also eine komplett neue Bitumendecke drauf. Da kann man nicht meckern. Der Einsatz des ADFC von 2019 hat sich also gelohnt.

Baustelle vorbildlich eingerichtet

Wir wollen ja nicht immer nur meckern, sondern auch da loben wo es angebracht ist. Weil der alte Radweg in der Bauphase komplett umgemöllert wird, fahren Radfahrer also auf der Fahrbahn. Zuerst einmal sind die Stellen, wo vom “linken” Radweg auf die andere Straßenseite gewechselt wird, mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h versehen. Das reicht aus für die Sicherheit der Radfahrer, denn dermaßen stark ist der Kfz-Verkehr nicht, dass es zusätzlicher Maßnahmen bedürfte. Im weiteren Baustellenbereich ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h reduziert. Auch das ist o.k., denn das ist die übliche innerörtliche Höchstgeschwindigkeit. Wenn Autofahrer trotzdessen zu schnell fahren, ist es ärgerlich, aber so sind die deutschen Autofahrer eben.

Die Baustelle an sich ist ordnungsgemäß mit beleuchteten Baken gesichert. – Zusammenfassend kann man also wirklich nicht meckern. Wir hoffen jetzt nur, dass auch die fehlende sichere Querungsstelle am Beginn des “linken” Radweges (Ortsausgang Schwaförden) in Angriff genommen wird.

Wer fährt in der Baustelle?

Seltsamerweise scheint es Radfahrer zu geben, die nicht die Fahrbahn benutzen, obgleich es sich bei 50 km/h statt 100 km/h sicher und problemlos auf der Fahrbahn pedalieren lässt. Stattdessen finden sich Fahrradspuren in der Baustelle. Liebe Leute, wer so viel Angst vor dem Kfz-Verkehr hat, der sollte vielleicht lieber mit dem Bus fahren. Und es kommt der Effekt hinzu, dass die Autofahrer sich daran gewöhnen, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer ihnen die Straße freiräumen, so als ob jede Straße eine Autobahn sei. Radfahrer ab ins Ghetto, das kann nicht die Zukunft des Radverkehrs sein.

1 Kommentar

  1. Naja, vorbildlich wäre es 1022-10 abzudecken, kein Bastel-254 zu verwenden (Bild ahrradspuren im Modder — ??? Mancher lernt es nie….) und die Blindentastleiste nicht fehlen würde. Formell wären auch gelbe statt roter Warnleuchten zu verwenden (Anlage 4 zu Nr 1-7 StVO).

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.