Radreisebericht: Weimar – Naumburg – Leipzig

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Am Mittwoch ging es in 2 Gruppen mit dem Zug über Bremen, Leipzig nach Weimar. Dagmar war schon aus Schwerte gekommen und nach der Einquartierung in der Pension „Alter Zausel” unternahmen wir gemeinsam einen Stadtrundgang durch Weimar. Am Marktplatz gab es ein Abendessen und danach besuchten wir im „Theater im Gewölbe” ein 2-Personen Stück über Goethe und Amalie. Sehr unterhaltsam.

Rundfahrt nach Erfurt

Am Donnerstag, 01.08. fuhren wir mit dem Rad auf dem Weg „Thüringer Städtekette” nach Erfurt. Kleine Hügel bremsten uns oft aus und wir kamen erst um 11.30 Uhr an. Die Stadtführerin Christa Berthold erwartete uns schon auf dem Domplatz. Zu Fuß zeigte sie uns die Altstadt mit vielen historischen Gebäuden und kleinen Gassen. Durch die günstige Lage und einer Furt über die Gera wurde die Stadt schon im Mittelalter eine wohlhabende Handelsstadt. Ein wichtiges Handelsgut war der Färberwaid – eine Pflanze, die blaue Farbe lieferte.

Über die Krämerbrücke kamen wir zum sog. Fischmarkt mit schönen Renaissance- und Gotik-Häusern und dem Rathaus. Nach den vielen Informationen genossen wir ein großes Eis im San Remo. Unsere Rückfahrt führte uns durch das Anger-Viertel, eine Einkaufsstraße mit vielen Jugendstilhäusern. Auf dem Rückweg nach Weimar ließen sich die Hügel schon leichter überwinden. Nach 56 km waren wir wieder an der Pension.

Von Weimar zum Saale-Radweg

Am Freitag, 02.08. verabschiedeten wir uns von Weimar mit einer Fahrt zum Schloß und zur Anna-Amalia-Bibliothek und dann durch den Park an der Ilm zu Goethes Gartenhaus. An dem kleinen Flüsschen Ilm führte uns ein schattiger Radweg zuerst nach Tiefurt mit dem Schloß, das der Sommersitz der Herzogin Anna Amalia war. In dem großen Park wurden Theateraufführungen gegeben.

Weiter ging es auf immer wieder hügeligem Weg durch Oßmannstedt nach Niederroßla. Die Stadt Apolda umfuhren wir. In Eberstadt an der Radfahrerkirche machten wir unsere Mittagspause. In Bad Sulza kamen wir an einem riesigen Gradierwerk vorbei und nach Großheringen erreichten wir den Saale-Radweg. In Saaleck genossen wir frisch gebackenen Eierschecke-Kuchen und Butterkuchen und so gestärkt ging es durch Bad Kösen nach Naumburg. Kurz vor dem Ziel mussten wir eine Pause wegen eines Gewitters einlegen, erreichten aber pünktlich unseren Gasthof „Zum Alten Krug”. Heute 64 km.

Dom & Kultur in Naumburg

Samstag, 03.08. Wir besichtigten zuerst den gewaltigen Naumburger Dom ausführlich, dann gingen wir durch die Stadt zum Marktplatz mit seinen vielen gut erhaltenen Bürgerhäusern. Nach dem Marientor, dem Holzmarkt und dem Topfmarkt gingen wir zur Stadtkirche St. Wenzel, in der um 12 Uhr ein Orgelkonzert gegeben wurde. Danach holten wir die Fahrräder aus der Garage und machten uns auf den Weg zur Unstrut. Wir kamen bis Freyburg an vielen Weinbergen vorbei, ein Gewitter warteten wir an der Kirche ab. Danach fanden wir eine Straußenwirtschaft, die Wein, Käseteller und Kaffee servierte. Nach einer kleinen Weiterfahrt ging es zurück über Freyburg nach Naumburg – 33 km.

Saale-Radweg

Am Sonntag, 04.08. verließen wir Naumburg und fuhren an der schönen Saale entlang flott bis Weißenfels. Hier im Stadtkern immer noch eine Baustelle, die uns auf die östliche Seite der Saale bis Dehlitz führte und dann auf guter Strecke bis Bad Dürrenberg. Hier verbrachten wir eine ausführliche Mittagspause im Park beim Gradierwerk. Danach führte uns Uwe Richtung Osten über Markranstädt und die Vorstädte Leipzigs zum Kaffee im Stadtteil Plagwitz und dann durch den ClaraZetkin-Park in die Innenstadt zum Hotel „Adagio”. Nach 66 km waren wir vor Ort, jedoch keine Hotelrezeption! Also stellten wir unsere Fahrräder kurzerhand im Flur ab. Wir hatten noch ausreichend Zeit für einen Stadtbummel zur Thomaskirche, Rathausmarkt, Mädler Passage und Specks Hof. Abendessen gab es mit Musik im Kartoffelhaus. Auch auf dem Marktplatz wurde ein großes Musikfest gefeiert.

Zum Abschluss: Leipzig

Montag, 05.08. Zuerst ein Spaziergang in die Stadt – Gewandhaus, Nicolaikirche, Naschmarkt und dann ins Museum „Runde Ecke“, dem ehemaligen Stasiquartier am Dittrichring. Hier werden schreckliche Dokumente aus der DDR-Zeit gezeigt. Nach einem Regenschauer holten wir unsere Fahrräder und Gepäck und fuhren zum Völkerschlachtdenkmal. Auf dem Rückweg zum Bahnhof entdeckten wir noch eine russische Kirche. Am Bahnhof verabschiedeten wir uns von Anke, Erika und Dagmar, die noch 2 Tage in Leipzig verbringen wollten. Um 20.15 Uhr erreichten wir wieder Kirchweyhe.

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